DEINE SEKTION IN 10er GRUPPEN AUFTEILEN

Versammlungen sind im Pfadfinderjahr 2020-2021 unter gewissen Bedingungen erlaubt. Die maximale Gruppengröße ist auf 10 Teilnehmer*innen begrenzt, Leiter*innen nicht eingerechnet.

Auf dieser Seite haben wir einige Anregungen und Richtlinien zum Aufteilen deiner Gruppe gesammelt, damit du die maximal erlaubte Anzahl bei Versammlungen einhalten kannst.

  • Gehe mit den, durch die Gruppenaufteilung bedingten, Frustrationen deiner Pfadfinder*innen diplomatisch um. Eine gewisse Eingewöhnungszeit wird für jede Gruppe sicherlich vonnöten sein.
  • Erkläre ihnen warum es nötig ist mehrere kleine Gruppen zu machen, dass es eine zeitlich begrenzte Maßnahme ist, auch wenn sich noch nicht genau sagen lässt für wie lange. Vermeide es vor allen Dingen, den Kindern oder Jugendlichen zu sagen, dass sie nicht zur Versammlung kommen sollen, bloß um die erlaubte Gruppengröße nicht zu überschreiten.

Je besser du dich vorbereitest und den Grund der Maßnahmen erklärst, desto besser werden sie von den Pfadfinder*innen akzeptiert werden.

Sei dir bewusst, dass du wahrscheinlich nicht alle mit der Aufteilung glücklich machen können wirst. Stelle sicher, dass die Pfadfinder*innen sich bewusst sind, dass ihr euer Möglichstes versucht. 

Die Gruppen müssen nicht jede Woche die gleichen sein, zögert also nicht sie zu verändern, damit alle sich untereinander kennenlernen können.

Wir geben euch hier einige Ratschläge, um die Gruppen aufzuteilen. Entscheidet selber, im Staff oder in der Einheit, wir ihr Vorgehen möchtet.

  • Basiere dich, bei einer Meute oder einer Truppe, auf die Zusammenstellung der Rudel oder Patrouillen. Diese Gruppen haben bereits gemeinsam funktioniert und der Faktor der Zusammenstellung und des Alters wurde bereits bedacht.
  • Bitte deine Pfadfinder*innen 1 oder 2 Freund*innen aufzulisten, mit denen er*sie gerne zusammenbleiben möchte. Du kannst dich bei der Aufteilung darauf stützen, solltest ihnen aber klarmachen, dass eventuell nicht alle Wünsche respektiert werden können.
  • Sollten gewisse Kinder oder Jugendliche sich besonders gut miteinander verstehen, raten wir dir an, sie beisammen zu lassen um den Gruppengeist zu stärken. Von seinem*r guten Freund*in getrennt zu werden ist in einer Situation, in der das soziale Leben eh schon beeinträchtigt ist, nicht leicht. 
  • Schaue wer nahe beieinander wohnt, um Mitfahrgelegenheiten (Bedingungen dafür findest du im Vademekum) zu erleichtern. 
  • Achte auf das Gleichgewicht bei Alter und Geschlecht (falls deine Sektion gemischt sein sollte).
  • Du kannst eventuell die Gruppen auslosen:
    • Zum Beispiel per online-Teamgenerator. Achte allerdings darauf, gewisse Kriterien zu berücksichtigen (Alter, Geschlecht, Interessen, etc.).
  • Erstelle einen Fragebogen, kombiniert lustigen Fragen über die Persönlichkeit sowie allgemein gehaltenen Fragen und erstelle die Gruppen den Antworten entsprechend (indem du entweder Personen mit ähnlichen Antworten oder mit gegensätzlichen Antworten zusammentust).

Die Leiter erstellen wöchentlich, vor der Versammlung, Gruppen mit maximal 10 Pfadfinder*innen anhand der Liste der anwesenden Teilnehmer*innen. Die Zusammensetzung der Gruppe kann von einer Woche zur anderen variieren (muss aber innerhalb einer laufenden Woche die selbe bleiben). Damit dies auch funktioniert, raten wir dringend an ein Anmeldesystem für die Versammlungen einzuführen (z.B. via Google Forms), um einem eventuellen großen Zulauf und somit dem Risiko einer Vermischung der Teilnehmer*innen vor der Einteilung in die einzelnen Gruppen zuvor zu kommen. 

Deine Einheitsequipe hat hierzu wertvolle Ratschläge erhalten. Falls du dich fragst, wie ihr das auf die Beine stellen sollt, zögere nicht sie zu kontaktieren.

Die Leiter*innen teilen sich auf die Gruppen auf (der Staff, geteilt durch die Anzahl Gruppen dieser Woche). Was die Anzahl der Leiter*innen pro Gruppe betrifft, so zählen wir auf den gesunden Menschenverstand. Wir möchten daran erinnern, dass es der Geist der Regel ist, die Kontakte möglichst zu limitieren. Außerdem ist es logisch, dass eine Gruppe von zehn Baladins mehr Leiter*innen benötigt als eine Gruppe von zehn Pionieren.

Eigentlich müsste man davon ausgehen, dass jede*r Leiter*in an eine Gruppe gebunden ist. Schlussendlich ist dies aber nur eine Empfehlung. Somit werden die Leiter*innen bloß gebeten, sich innerhalb einer laufenden Woche nur einer einzigen Gruppe anzuschließen. 

Ein*e Leiter*in darf also, wenn nötig und wenn es darum geht eine qualitativ hochwertige Betreuung sicher zu stellen, in mehreren Gruppen animieren. In diesem Fall sollte darauf geachtet werden, diese Animationen zeitlich möglichst weit auseinanderliegen und dass sämtliche Hygienemaßnahmen beachtet und eingehalten werden. 

Außerdem kann ein*e Leiter*in in unterschiedlichen Wochen, unterschiedliche Gruppen animieren.

Verfügt ein Staff nicht über ausreichend Leiter*innen, so kann dieser sich an andere Personen der Einheit (andere Leiter*innen, Einheitsequipe, Routiers, …) wenden, solange diese keine anderen Aktivitäten mit ihrer Gruppe in der gleichen Woche haben. Diese Personen müssen natürlich bei uns Mitglied, das heißt in Desk eingeschrieben, sein. 

VORSICHT: der Sonderfall der Pioniere stellt eine Ausnahme dar. Mehr dazu findest du im betreffenden Paragraphen im Kapitel «Aushelfen» auf der Seite Maßnahmen

Wenn eine Sektion aufgeteilt werden muss, muss auch der Staff aufgeteilt werden. Achte so gut wie möglich darauf, dass die Profile sich ergänzen, auf die Vorlieben, das Alter, den Schulungsstand, etc.

Nichts hält euch davon ab, weiterhin gemeinsam (unter Einhaltung der geltenden Maßnahmen) zu staffen. Plant, lacht und denkt euch weiterhin alles gemeinsam aus, auch wenn jede Gruppe alles auf ihre Art erleben wird.

Solltest du die Befürchtung haben, dass die aufgeteilten Staffs nicht ausreichend besetzt sein sollten, wäre es eine Möglichkeit ehemalige Leiter*innen darum zu bitten, euch dieses Jahr auszuhelfen. Zur Erinnerung: Kaleido verlangt 1 Leiter*in für 12 Pfadfinder*innen.

Zu beachten

  • Um die Verbindung zwischen den Gruppen zu halten, sind gemeinsame virtuelle Versammlungen bestens geeignet.
  • Die neuen Staffs müssen unbedingt in Verbindung bleiben, damit keine Konkurrenz zwischen den Gruppen entsteht.
  • Höre auf die Ängste und Befürchtungen der Pfadfinder*innen, bevor du die Gruppe teilst.
  • Du kannst die Zusammensetzung der Gruppen von einer Woche zur anderen verändern.
  • Vorherige Kommunikation gegenüber den Eltern und den Pfadfindern*innen ist natürlich unerlässlich, um ihnen die Änderungen und die Art und Weise der Gruppenzusammenstellung so transparent wie möglich zu erklären.